Vereinigung ehemaliger Kaiser-Karl-Schüler Itzehoe e. V.
Aktuelles aus der Vereinigung
Spiele, Spaß und Stöbern (03.09.06)


Die Kaiser-Karl-Schule feiert ihr 140-jähriges Bestehen mit einem Schulfest.

Itzehoe - Großes steht Schülern, Lehrern, Eltern und Ehemaligen der Kaiser-Karl-Schule ins Haus: Das älteste Gymnasium der Stadt besteht nun seit 140 Jahren - und das wird mit einem Schulfest am Sonnabend, 9. September, gefeiert - von 9 bis 13 Uhr, wobei um 11 Uhr Rektor Burkhard Klietz eine kurze Ansprache halten wird.

Seit Monaten arbeiten Lehrer und Schüler unter Federführung von Mittelstufenleiter Hartwich Putzich und Unterstufenleiterin Sabine Schramm daran, ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. "Die Ehemaligen anzusprechen ist Hauptanliegen", hob Rektor Burkhard Klietz im Pressegespräch hervor. „Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, die der Begegnung mit der alten Schule und den Gesprächen förderlich ist. Beim Schulfest wird es ein Angebots-Mix von Musik, Essen und Trinken und Spielen geben. Aber auch Raum, um Erinnerungen aufzufrischen. „Stöbern ist ganz wichtig", ergänzte der Schulleiter schmunzelnd. So werden Klassenbuchdokumente ausgelegt, der alte Kunstraum geöffnet und so manches aus dem Archiv ans Tageslicht befördert sein. Die Theater-AG wird sich mit einer offenen Probe - in Kostümen - in der Aula präsentieren. Gespielt wird der „Sommernachtstraum" auf Englisch.

Haupt-Aktions-Bereich aber wird das Außengelände sein. „Dabei hoffen wir natürlich auf gutes Wetter", sagte Sabine Schramm, was eigentlich kein Problem werden dürfte, denn bislang zeigte sich bei jedem Schulfest die Sonne. Auf dem Sportplatz wird es einen wahren Spiele-Parcours geben. Jede Klasse hat dazu eine Spielstation entworfen - und jede wird auch von den Schülern „betreut". „Und sie hoffen natürlich auf viele andere Schüler, Eltern, Lehrer und Ehemalige, die an den Spielen teilnehmen", fügte Sabine Schramm hinzu. Das Ideen-Spektrum reicht vom ganz traditionellen Zielwerfen über Magnetfußballspiel bis hin zum Rennen mit Fernlenkautos.

Wer nicht so spielfreudig ist, kann im Gastronomiebereich „essen, klönen und Musik hören". Eltern werden Kuchen backen, wobei der Verkaufs-Erlös wiederum der Schule zugute kommen soll. Neben Kaffee und Kuchen gibt es auch Getränke und Gegrilltes.

Zum 140. Geburtstag zeigt sich die Kaiser-Karl-Schule damit alles andere als verstaubt. Was einst als Knabengymnasium begann, ist heute bis in die Schulleitung hinein auch weiblich geprägt. Ein erheblicher Wandel, der sich in den vergangenen 20 Jahren vollzog. „Als ich anfing, war ich einzige Deutschlehrerin hier", erinnerte sich Sabine Schramm. Seit Schurjahresbeginn wirkt mit Monika Rohweder als stellvertretende Schulleiterin auch an der Spitze der 58 Lehrkräfte (einschließlich der Referendare) eine Frau mit. 877 Schüler besuchen das älteste Gymnasium der Stadt Nach dem pädagogischem Schwerpunkt befragt, unterstrich Schulleiter Klietz den Wahlpflichtbereich. „Das ist ein besonderer Aspekt", betonte er. Ein Angebot, das über das geforderte Stundenkontingent hinaus reicht, ohne dass Fächer gekürzt werden müssen". Schüler können sich zum Beispiel an Tanzen, Theater, Wandgestaltung oder Geschichte der Stadt Itzehoe beteiligen. Klietz: „Vielfalt liegt uns am Herzen." Intensiver geworden sei die Kooperation mit der Auguste-Viktoria-Schule (AVS) im Bereich der Oberstufe. Leistungskurse wurden zusammengelegt, um Angebote offen zu halten. Angesichts der Oberstufenreform sei das Gymnasium dabei "Profil zu suchen".

"Es herrscht eine Zeit des Umbruchs, es wird sich viel verändern - auch inhaltlich", so Klietz. Und Sabine Schramm fügte schmunzelnd hinzu: "Mal gucken, was sich getan hat, bis wir 150 werden.".

Ilke Rosenburg

Quelle: Norddeutsche Rundschau, 02.09.06

Aktuelles aus der Vereinigung